Die Bienen-AG der Helmuth-Hübener-Schule hatte 2026 einiges zu tun. Neben der Honigernte im September und den anschließenden Vorbereitungen auf den Winter (Säubern und Füttern, Varroa-Behandlungen und Futterkranzproben) gab es im Mai eine ganz besondere Überraschung: Ein Bienenschwarm hatte sich auf unserem Schulgelände niedergelassen.

Ein Schwarm in drei Metern Höhe
Zu Beginn des Jahres waren zwei Bienenvölker der Bienen-AG gut durch den Winter gekommen. Ein Volk, das zuvor bei uns gelebt hatte, war allerdings im Mai auf einmal nicht mehr da.
Dann kam im Juni 2026 die Nachricht: Ein Bienenschwarm war auf dem Schulgelände entdeckt worden. Uns wurden zunächst Bilder zugeschickt. Also hieß es: Auf die Suche gehen!
Hinter dem Musikraum wurden wir schließlich fündig. In ungefähr drei Metern Höhe hing eine große Bienentraube an einem Ast. Ein faszinierender Anblick – aber auch eine kleine Herausforderung.
Um den Schwarm einzufangen, befestigten wir einen unten zugebundenen Leinenbeutel an einem langen Stock. Diesen schoben wir vorsichtig nach oben bis zum Schwarm. Dann wurde der Ast, an dem die Bienen saßen, kräftig gerüttelt. Viele Bienen fielen dabei in den Beutel. Danach musste die Aktion noch mehrmals wiederholt werden, bis möglichst viele Bienen eingefangen waren. Die gefangenen Bienen wurden anschließend in eine Bienenbox geschüttelt.
Erst einmal ab in den Keller
Nach dem Einfangen kamen die Bienen für einen Tag in einer Schwarmkiste in den Keller. Das klingt zunächst etwas ungewöhnlich, hat aber einen wichtigen Grund.
Bei der sogenannten Kellerhaft werden Schwärme kühl und dunkel untergebracht. Dadurch werden die bisherigen Orientierungshinweise der Bienen unterbrochen.
Danach durfte unser neuer Schwarm in eine leere Zarge einziehen. Von nun an hieß es: beobachten, kontrollieren und hoffen, dass sich das neue Volk gut entwickelt.
Von der Wabe ins Glas: Unsere Honigernte 2026
Doch nicht nur der Schwarm hielt die Bienen-AG auf Trab. Auch der Honig aus dem Jahr 2026 wollte irgendwann geerntet werden.
Erst gegen Ende der Sommerferien war es so weit. Die Honigwaben wurden aus den Völkern genommen und in der Küche wurde es plötzlich ziemlich bienenmäßig: Einige Schülerinnen und Schüler begegneten dort Frau Kulemann mit der Honigschleuder von Hernn Michehl oder konnten beobachten, wie der Honig verarbeitet wurde.

Doch mit der Honigernte war die Arbeit noch lange nicht beendet.
🐝 Lust auf Bienen?
Die Bienen-AG der Helmuth-Hübener-Schule freut sich über interessierte Schülerinnen und Schüler!
Offiziell findet die AG aktuell donnerstags um 14:40 Uhr statt. Je nach Zahl der Interessierten und den Möglichkeitenkönnen aber auch montagnachmittags Treffen stattfinden.
Wer mitmachen möchte, kann einfach der Klassenlehrkraft Bescheid geben oder sich bei Iserv per E-Mail oder Messenger-Nachricht bei Lea Kulemann melden.

Denn bei der Bienen-AG gilt: Man lernt nicht nur etwas über Bienen – man erlebt sie hautnah. 🐝
Quellen für die biologischen Hintergrundinformationen: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) und Deutscher Imkerbund. LWG Bayern+2












