Moments im Februar

Eine Anekdote über Tierliebe im Schulalltag

Es ist ein ganz normaler Mittwoch, Sportunterricht in der 6c.

Andersen Lungu  macht gerade seinen Testlauf, bei dem der Lehrer die Zeit stoppt.

Verwundert schaut er auf, als er wildes Gekreische von seinen Mitschüler*innen in der Turnhalle vernimmt. Es dauert nicht lange bis er die Ursache des aufgeregten Durcheinanders entdeckt. 

Eine kleine Maus flitzt durch die Halle und versucht sich, in einer ihrer Ecken zu verstecken. 

Andersen liebt Tiere. Er überlegt kurz, nimmt seinen Pullover, breitet ihn auf dem Boden vor der Maus aus und schiebt ihn Richtung Maus, die sodann etwas ängstlich und aufgeregt auf seinem Pullover umhertappst. Andersen muss den Pullover gut balancieren, damit die Maus ihm nicht wieder entwischt. Seinen Klassenkamerad*innen gibt er den Hinweis, leise zu sein, weil er bemerkt, wie verunsichert die Maus über die Lage ist, in die sie sich gebracht hat. Das gelingt der Klasse so halbwegs. Die Aufregung ist einfach zu groß. Andersen jedoch bleibt ruhig und begleitet die Maus bis vor die Tür, wo sie schnell ihrer Wege läuft. 

Starke Leistung, Andersen! 

Das finden wir super – so super, dass du unser Moment-Schüler im Februar bist!

Frau Schäfer

Tag der offenen Tür

Viele Interessierte fanden wieder den Weg zum Tag der offenen Tür 2024 an die Stadtteilschule Helmuth Hübener. 

Bei geführten Vorstellungsrunden konnten man sich über die verschiedenen Profil-Klassen in Jahrgang 5, die Oberstufe, unsere Fachbereiche und die vielen Projekte informieren, die unser Schulleben, so lebendig machen.

Vielen Dank an alle Helfer und Helferinnen, an alle Eltern, Lehrer:innen, an alle Klassen und die vielen anderen Beteiligten, die diesen Tag möglich gemacht haben. 

Tolle Neuigkeiten zum Wochenende: 

Das Basketball Team unserer Schule hat heute auch die Zwischenrunde erfolgreich gemeistert und steht jetzt unter den letzten drei Teams im Kampf um die Hamburger Schulmeisterschaft !!!

Und das obwohl unsere Jungs im Schnitt ein Jahr jünger sind.

Robert Tafese

Moments im Januar

Ein frohes neues Jahr! Und diesmal mit zwei Ehrungen!

Liebe Schulgemeinschaft,

In diesem Monat möchten wir Elham Hossein aus der S3 (Medienprofil 1) als unseren Moment-Schüler hervorheben. Elham Hossain hat beeindruckende Zivilcourage gezeigt, als er einer älteren Dame in Poppenbüttel half.

Auf dem Weg zur Schule wurde Elham von einer älteren Dame gebeten, sie bei der Überquerung der Straße zu unterstützen. Obwohl es nur 100 Meter waren, wurde die Situation kritisch. Die Dame kollabierte in seinen Armen. Elham reagierte sofort, rief einen Krankenwagen und blieb an ihrer Seite, bis Hilfe eintraf.

Elhams Engagement, einer älteren Dame in einer herausfordernden Situation zu helfen, verdient Respekt. Seine schnelle und selbstlose Reaktion zeigt, dass Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein den Unterschied machen können.

Wir können alle von seiner Hilfsbereitschaft lernen und uns ermutigen lassen, in unserem Alltag aufmerksamer und unterstützender zu sein.

Außerdem möchten wir drei Schülerinnen ehren, die zum heutigen 99. Geburtstag von Helmuth Hübener einen kleinen Text verfasst haben: 

„Anlässlich des 99. Geburtstages unseres Namensgebers Helmuth Hübener möchten wir euch einmal erzählen, was er zu Lebzeiten getan hat.
Während des zweiten Weltkrieges bildeten sich einige Widerstandsgruppen, auch Helmuth Hübner schloss sich dem Widerstand an und begann, Flugblätter zu verteilen. Ihm gefiel nicht wie die Nationalsozialisten regierten und wie sie die Menschen behandelten, insbesondere die Juden. Dafür musste er sein Leben lassen.
Im Alter von nur 16 Jahren wurde er von den Nazis zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Helmuth Hübener ist mit Mut vorangegangen, trotz seines jungen Alters. Auch heute würde er sicherlich gegen den Rechtsruck in der Politik, gegen die Kriege und Menschenrechtsverletzungen auf die Straße gehen oder im Internet kommentieren oder selbst Beiträge posten, auf Tiktok, Instagram und Co. Er würde uns auch heute zeigen, dass jeder mutig sein kann, den Mund aufmachen kann. Also sollten auch wir, getreu unserem Schulmotto, Mut üben und gemeinsam aufstehen. Ganz im Gedenken an Helmuth Hübener, der heute 98 Jahre alt geworden wäre. Unsere Schule mit all den verschiedenen Menschen hätte er bestimmt toll gefunden.“

Emilia, Scadi und Miriam aus der 10a.

Nikolausaktion

Wir haben als Schulsprecher-Team passend zum Nikolaus eine Nikolaus-Aktion gestartet, in der man einen Zettel kauft für eine/n Mitschüler/In oder eine/n Lehrer/In. Wir sind dann durch die ganzen Klassen gegangen und haben zusammen mit einem Schokoweihnachtsmann die Zettel verteilt. Wir haben insgesamt 220 Euro gesammelt gehabt, welche an eine Organisation gespendet worden ist, die Kinder an Weihnachten beschenkt, die keine Geschenke bekommen.
Praschanth (VS1) und Keyhan (S1)

Moments im Dezember

Moments Dezember

Saffie Dibba und Yasna Kheradmandian (S3)

Engagiert im politischen Leben. So präsentieren sich unsere Moments-Schüler*innen Saffie Dibba und Yasna Kheradmandian.

Ihr Einsatz hat höchste Anerkennung verdient, denn obwohl jeder Mensch die Möglichkeit hat, sich in unserer Demokratie politische beteiligen, sind nur wenige dazu bereit. 

Yasna und Saffie sind während des Ukraine-Krieges auf die finanzielle Benachteiligung geflüchteter Menschen nichtukrainischer Herkunft aufmerksam geworden, die aus als sicher geltenden Heimatländern stammen, oft aus west- und nordafrikanischen Ländern. In Deutschland haben sie keine finanzielle Unterstützung erhalten. Sie fallen aufgrund ihres Drittstaatler-Status aus dem System, obwohl sie sich ähnlich wie Ukrainer ein Leben in der Ukraine aufgebaut und dort beispielsweise studiert haben. 

Saffie und Yasna empfinden das als ungerecht und wollen aktiv etwas verändern.

Ihre erste politische Aktion begann mit geposteten Videos auf Social Media, die sich rasch verbreitet haben. Um mehr bewirken zu können, haben sie sich dann einem Verein Asmaras World angeschlossen, der sich vor allem in der Beratung geflüchteter Menschen engagiert. Zunächst haben sie Spendenaktionen des Vereins unterstützt, sich dann aber entschieden, dass eine eigene Spendenaktion zu starten.  

Am 22.09.2023 veranstalteten sie im Hamburger Utt Club einen Poetry Slam, um finanzielle Unterstützung für die Beantragung eines Studienvisums einer Person aus einem sicheren Herkunftsland zu ermöglichen.

Die Vorbereitungen umfassten die Suche nach Slammern und einer geeigneten Location sowie vor allem intensives Marketing, um das Publikum zu mobilisieren und viele Spenden zu sammeln. 

Der Aufwand hat sich gelohnt. Das Ergebnis war eine erfolgreiche Veranstaltung mit zahlreichen Spenden.

Wie es für Saffie und Yasna ist sich politisch zu engagieren? „Oft frustrierend.“ Dennoch bleiben sie dran. Denn ihr finales Anliegen, politische Reformen im Umgang mit geflüchteten Menschen zu erreichen, hat für sie einen hohen Stellenwert.

Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die sich wie Helmuth Hübener, für ihre politische Überzeugung einsetzen, um die Welt gerechter zu gestalten. 

Yasna und Saffie verdienen daher großen Respekt!

Wer unterstützen will, kann hier spenden: 

https://www.gofundme.com/f/blockaccount-fur-drittstaatsangehorige?member=30266191&sharetype=teams&utm_campaign=p_na+share-sheet&utm_medium=copy_link&utm_source=customer

Die Schüler*innen der Klassen 5a ,5b ,5c , 5d uns 6b, 6c, 6d, 6e

Auch die kleinen Dinge sind von großer Bedeutung für unser Zusammenleben. Wir danken den 5. Und 6. Klassen dafür, dass sie die Grundschüler*innen bei den Besuchsvormittagen an unserer Schule so nett aufgenommen und unterstützt haben. Ihr geht damit mit gutem Vorbild voran und stärkt unsere Schulgemeinschaft. 

Frau Schäfer

Anmelderunde 2024

Beratung durch die Schulleitung:

Im Verwaltungsgebäude Benzenbergweg 2

Dienstag, 22.11.23 16.00 – 18.00 Uhr (Schulleiterin Frau Thies)

Mittwoch, 6.12.23  15.00 – 18.00 Uhr

(Abteilungsleitung Fr. Dr. Moeck-Schlömer)

Infoabend für Eltern: Montag, 4.12.23

19.00 – 20.30 Uhr, Aula Benzenbergweg

Tag der offenen Tür: 27.1.24 Uhr, 11.00 -13.00 Uhr, Standort Benzenbergweg

Wir wollen zeigen, dass wir eine Gemeinschaft sind und das Andenken an
Helmuth Hübener bewahren und auch nach außen tragen.
Deshalb gibt es seit einigen Jahren unsere Schulkollektion mit Hoodies,
T-Shirts und Jacken. Wir achten dabei sehr auf die Qualität der Kleidung,
sodass alles zu 100% fair produziert wird.
Die Kollektion sowie mögliche Größen und Farben können in dem
Onlineshop angesehen werden.
Der Onlineshop ist bis zum 01.12 geöffnet und wir würden uns freuen,
wenn noch viele Bestellungen eingehen, damit möglichst viele die
Botschaft von Helmuth Hübener weitertragen.
Über den folgen den Link oder den QR-Code gelangt man zum
Shop:
https://shops.schulkleidung.de/Stadtteilschule-Helmuth-Huebener-Hamburg

Moments im November

Zivilcourage bzw. „Mut üben“ hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert. 

Umso stolzer sind wir, wenn sich Schüler*innen unserer Schule mutig zeigen und sich für andere Menschen einsetzen. Deshalb heißen unsere Moment-Schülerinnen im November Mathilda Erhardt und Pia Cegialis. Sie haben im letzten Monat Hilfe geleistet, indem sie hingeschaut haben, als ein Mann eine Schülerin unserer Schule nach dem Aussteigen aus dem Bus eingeschüchtert hat.

Pia und Mathilda berichten selbst von ihrem Einsatz als sei es keine große Sache gewesen. Sie hätten mitbekommen, dass ein Mann ihre Mitschülerin in einem aggressiven Ton angesprochen hätte, seien stehen geblieben, hätten hingesehen. Damit haben sie dafür gesorgt, dass sich der Unbekannte beobachtet gefühlt und sich schließlich zurückgezogen hat. 

Vielleicht wirkt das Handeln Pias und Mathildas auf den ersten Blick unscheinbar. Die Wirkung ihres Einsatzes war allerdings groß. Denn Schlimmeres konnte verhindert werden. 

Was sie bewegt hat zu helfen? Karma! Ihre Eltern hätten ihnen immer gesagt: „Guck nicht weg. Hilf anderen. Dann wird dir auch geholfen.“ 

Wir sehen das auch so. Schaut nicht weg. 

Wenn alle bereit sind, Mut zu üben, sind wir gemeinsam stark. 

Frau Schäfer

Am Freitag den 27. Oktober vor 81 Jahren ist Helmuth Hübener unser Namensgeber von den Nationalsozialisten mit 17 Jahren hingerichtet worden. 81 Jahre hört sich weit weg an, aber das Motto unserer Schule „Mut üben“, mit dem wir uns alle an ihn erinnern, ist wichtiger denn je, Mut üben, in Beziehung zu bleiben, auch wenn unsere Emotionen uns voneinander wegziehen, Mut üben, inne zu halten und nachzudenken, Mut üben, zuzuhören und an Verständigung zu glauben.

Moments im Oktober

Konflikte gehören zum Alltag – insbesondere in der Schule, an der verschiedenste Persönlichkeiten, Ansichten und Hintergründe aufeinander treffen. Diese Vielfalt kann zu Missverständnissen und Reibereien führen. Deshalb sind wir sehr froh, dass es in jedem Jahr an unserer Schule Schüler*innen gibt, die sich zu Streitschlichter*innen ausbilden und wollen sie im Oktober 2023 zu unseren Moment-Schüler*innen machen.

Leslie Adusei (9c) 

Finja Borgeest (9c)

Hafsat Megandi (9c)

Warisara Phuykumsing (9c)

Virgini Prange (9e)

Scadi Bechtloff (10a)

Miriam Keinath (10a)

Erda Arifi (10e)

Fatumata Balde (10e)

Saffiatou Manneh (10e)

Sarah Niaz (10e)

Beifall gibt es außerdem für die „alten Hässinnen“, die in der Oberstufe ihr Streitschlichteramt weiterführen:

Lara Bolt (VS1)

Antonia Rosenthal (VS1)

Sich freiwillig für die Lösung von Konflikten zur Verfügung stellen, ist ziemlich mutig (# Mut üben), 

finden wir. Wie unsere Moment-Schüler*innen den Mut für ihr Amt aufbringen? 

Sie bekommen eine tolle Ausbildung, in der ihnen die Angst vor der Eskalation von Konflikten genommen wird, weil sie verschiedene Szenarien durchspielen, die ihnen begegnen könnten.

In der Ausbildung lernen sie außerdem ein festes Verfahren kennen, nach dem sie Konflikte lösen können. Erst werden die Regeln erklärt, an die sich alle Konfliktparteien halten müssen. Dann dürfen die beteiligten Personen von ihrem Problem erzählen. In einem dritten Schritt nehmen alle Betroffenen am Konflikt die Perspektive ihres Gegenübers ein, um zu einer Lösung zu kommen. Und zuletzt hilft ihnen das Wissen, dass sie nicht für die Lösungsfindung der Konflikte verantwortlich sind. Viel wichtiger ist, dass eine Lösung gefunden wird, die alle Beteiligten zufrieden stellt. 

Aus ihrer Praxis berichten die Streitschlichter*innen, dass ihnen ihr Job richtig Spaß macht und leichter ist als gedacht. Denn sie machen die Erfahrung, dass ihrer Mitschüler*innen ihnen positiv begegnen und eine viel höhere Kompromissbereitschaft in der Schülerschaft besteht als erwartet. 

Dank ihrer Ausbildung sind sie in der Lage zu erkennen, wann es sich um einen exten Streit handelt. Nur selten seien Konflikte in der Schülerschaft richtig kompliziert. Am Ende findet sich aber immer eine Lösung. 

Frau Schäfer