Zu den Moments-Schüler*innen im Mai möchten wir unser Schülersprecher-Team WAKANDA mit ihrer Filmaktion machen, die sie am Freitag vor den Märzferien ausgerichtet haben. Mit dem Drama „The Hate You Gave“ von George Tillmann aus dem Jahr 2018 haben sie der Schulgemeinschaft einen Film präsentiert, der Rassismus und Polizeigewalt aus verschiedenen Perspektiven darstellt.
Für das Schülersprecherteam (Afaya Apou, Ebenezer Donyiah, Enock Adomako, Lilly Fried, Mohamed Awad) ist das Thema Rassismus und Diskriminierung von großer Bedeutung. Weil sie finden, dass sie jeder mit Rassismus auseinandersetzen soll, auch in Reflexion mit seinem eigenen Handeln, planen sie in diesem Kontext als nächste Aktion einen Rassismus-Workshop, der voraussichtlich schon im Mai stattfinden soll.
Als Moment-Schüler*innen des Monats Mai leisten sie hiermit einen wichtigen Beitrag für eine interkulturell bunte Schule, in der Rassismus keinen Platz haben sollte. Das finden wir großartig!
Schon zum fünften Mal konnten sich die Preisträger des Helmuth Hübener Wettbewerbs auf der Bühne versammeln und ihre Arbeiten zu unserem Namensgeber präsentieren. Und es wurde voll … viel mehr Menschen als angekündigt waren gekommen, sodass mehrfach Stühle besorgt werden mussten. Die Unruhe nahm dann aber plötzlich ab, aber dazu später.
Frau Kreuzer begrüßte Frau Parnass und Frau Gosemund, die trotz ihres hohen Alters gekommen waren, sie sind Überlebende des Nazi-Regimes.
Herr Altenburg-Hack, der Leiter der Behörde Schule und Berufsbildung ermutigte uns, die Werte, für die unser Namensgeber stand, weiter zu pflegen und lebendig zu halten. Eine Zeit, die von so vielen Krisen durchzogen sei, fordere Zivilcourage und Engagement. Dankenswerterweise half er mit, die vielen Preise an unsere Gewinner zu verteilen.
Denn es wurden 25 Arbeiten von ganzen Jahrgängen oder Klassen sowie Gruppen- und Einzelbeiträge geehrt. In den Kategorien „Gegen das Vergessen“, „Schulklima“, „Helmuth Hübener“, „Freiheit, Demokratie,Frieden“ und „Save the planet“ wurden Kunstwerke gestaltet oder Aktionen durchgeführt. Viele Schüler*innen verschönerten Schulflure oder ihre Klassenräume. Von der 7a zum Beispiel wurde eine wunderschöne Wunschkiste mit berührenden Wünschen eingereicht, danke Glory. Die 8f hat eine digitale Geschichtensammlung zu Zivilcourage im Miniaturwunderland gestaltet. In der Oberstufe wurden Gedichte zu Helmuth Hübener geschrieben oder die Lage der Demokratie analysiert.
Im Jahrgang 5 wurde eine Schnur der guten Dinge aufgehängt, an denen die Schüler*innen kleine oder große Heldentaten sammeln. Sie wollen in Zukunft weitersammeln.
Lebendig wurde es dann auch als der gesamte Jahrgang 5 auf die Bühne kam, um seine Preise entgegenzunehmen. Insgesamt wurden 14 Gold, 9 Silber und 5 Bronzepreise an die stolzen Gewinner vergeben.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen, bei den Lehrkräften, die unterstützt haben, vor allen auch bei denen, die noch kurzfristig eingestiegen sind.
Danke an den Arbeitskreis Helmuth Hübener, der diesen Abend organisiert hat und unsere Erinnerungskultur am Leben hält, danke für die tollen Laudationen. Danke für euer Engagement: Frau Nawrath, Herr Schönberg, Herr Wulf, Herr Böttcher, Herr Lipski und Frau Kreuzer.
Eine besondere Geschichte ist die von Hossein aus der S2, der, vor einigen Jahren nach Deutschland geflohen, im Flüchtlingslager durch eine Musiklehrerin mit der Geige in Berührung kam und sofort wusste, dass dies sein Instrument ist. Durch ausdauerndes Üben konnte er sein spätes Einstiegsalter aufholen. Und auch wenn dieses Instrument ein bißchen fremd in den sonst so lauten Räumen unsere Schule wirkt, war kaum ein Mucks zu hören, als uns Hossein „Wer Musik macht lebt“ aus dem Film Schindlers Liste spielte. Musik öffnet die Herzen! Danke Hossein und danke an alle, die sich am Wettbewerb beteiligt haben.
Der diesjährige Abiturjahrgang ließ es in ihrer Mottowoche im April ordentlich krachen: Jeden Tag unter einem anderen Motto, auf dem Foto sind animierte Helden zu sehen. Am Mittwoch kommen die Schüler als ihre ehemaligen Lehrer- spannend.
Die Mottowoche hat bei uns schon Tradition und wird kurz vor der Freistellung für die Vorbereitung auf die mündlichen Abiturprüfungen durchgeführt. Nach oder vor den mündlichen Abiturprüfungen im Juni kommt nun noch der Abi-Streich, auf den wir jetzt schon gespannt sind.
Sich für seine Interessen stark zu machen, kann sich lohnen. Das hat der Einsatz von Julide Ton und Yusuf Karaoglu aus der 9f gezeigt.
Die beiden Klassensprecher*innen des 9. Jahrgangs haben „Mut geübt“ und auf der letzten Lehrerkonferenz vor allen Leher*innen der Schule eine Präsentation mit Powerpoint und Video präsentiert und sich für ihr Anliegen einer Handyzone eingesetzt.
Gemeinsam haben sie in und außerhalb der Schule Zeit investiert, eine Präsentation erarbeitet und mithilfe aller anderen Klassensprecher*innen ihres Jahrgangs ein Video mit unterschiedlichen Interviewstimmen aus dem Jahrgang erstellt. Und das, obwohl unter den Klassensprecher*innen im Jahrgang 9 zunächst der Eindruck vorherrschte, das Abstimmungsergebnis eh nicht beeinflussen zu können – ganz nach dem Motto „Ein Versuch kann ja nicht schaden“.
Desto mehr haben sie sich gefreut, als 98% Prozent aller Mitglieder des Lehrerkollegiums für die Handyzone für Jahrgang 8/9 und 10 auf dem Schulhof Langenfort abgestimmt haben.
Natürlich waren sie aufgeregt vor ihrem Auftritt vor so vielen Lehrer*innen, nach ihrer Performance allerdings besonders stolz, dass alles so geklappt hat, wie sie es sich vorgenommen haben.
Was sie dabei motiviert hat? Für ihren eigenen Jahrgang Einsatz zu zeigen!
Julide und Yusuf
Artem Lusenko und Lusine Hryhorian
Danken wollen wir in diesem Monat außerdem Artem Lusenko und Lusine Hryhorian für ihren Einsatz um (Kunst-)Unterricht der IVK 7/8, bevor ihre Wege andernorts weitergehen.
Beide haben durch ihre kreativen Übersetzungsleistungen und darüber hinaus mit hervorragenden künstlerischen Leistungen überaus positiv zum Unterrichtsgeschehen der internationalen Vorbereitungsklasse 7/8 beigetragen.
Wir wünschen den beiden für ihren weiteren Weg alles erdenklich Gute!
Emma, Lisa, Dehlia, Mandy und Matthieu – so heißen die 5 Schüler*innen aus dem Abi-Komitee der S4, die in Zweierteams aktuell täglich in der ersten Pause bei Wind und Wetter vorm Standort Langenfort in Richtung Kiosk Aufsicht führen und damit verantwortungsvoll die Einhaltung von Schulregeln unterstützen.
Für sie ist es eine Chance, sich etwas zu ihrem Abiball dazu zu verdienen. Denn eine schöne Location, ein DJ, Getränke und leckeres Essen – all die Dinge, die man sich für eine gelungene Party wünscht – müssen erst einmal bezahlt werden. Zwar ist ihr Stundenlohn nicht besonders hoch, aber summiert sich allmählich, so dass sie final eine stolze Summe zum Abiball-Budget beitragen können.
Denn nicht nur spenden sie ihre Zeit. Mit ihrem Einsatz agieren sie als Vorbilder und unterstützen Lehrer*innen bei einer wichtigen Aufgabe. Und dass, obwohl es als Schüler vermutlich gar nicht so leicht ist andere Schüler an gemeinsame Regeln zu erinnern.
Am wichtigsten ist jedoch, dass sie einen Beitrag für die Gemeinschaft ihrer Klassenstufe leisten. Sie übernehmen Verantwortung für etwas, das ihnen am Herzen liegt: einen gebührenden Abschluss eines gemeinsamen Lebensabschnitts.
Am 7. Februar spielten die Fünftklässler den diesjährigen Schulmeister im Unihockey aus. Das Turnier war von spannenden und torreichen Spielen gekennzeichnet, die von lautstarken Anfeuerungsrufen der Zuschauer begleitet wurden. Den Turniersieg konnte sich die 5f sichern- Herzlichen Glückwunsch!
Dieser Sieg wurde auf besonders fairem Weg errungen, sodass die 5f auch zusätzlich mit dem Fairnesspreis bedacht wurde: Wahnsinn- und nochmal herzlichen Glückwunsch!
Die tolle „Stadionatmosphäre“ wurde besonders von der 5b erzeugt. Die Klasse hat das ganze Turnier über lautstark angefeuert und sich dementsprechend den heißbegehrten Zuschauerpreis verdient. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an alle Organisatoren und Helfer.
Dieses Jahr traten im finalen Spiel die 8b gegen die 8g an, und es blieb bis zur letzten Minute spannend. Am Ende des Tages jedoch gewann die 8b das Turnier, und die 8g ging nur mit dem Fairnesspreis nach Hause. Den Preis für das beste Zuschauer-Team in diesem Jahr ging an die 8a, die ihre Mannschaft mit voller Unterstützung und Jubel-Rufen angefeuert haben.
Für Hossein aus der S2 ist es fast eine Selbstverständlichkeit, dass er eingegriffen hat. Wir finden, das hat große Anerkennung verdient. Hussein ist im Januar Zeuge einer gewalttägigen Auseinandersetzung zwischen einem Schüler vom Standort BBW und zwei externen Schüler*innen geworden: Zwei gegen einen. Größer gegen kleiner. Einer schlägt zu. Der andere lässt es hilflos geschehen. Für ihn ist völlig klar, dass er eingreifen muss. „Wenn ich helfen kann, helfe ich. Wenn ich nicht helfen kann, hole ich Hilfe.“, so Hossein im Gespräch. Erst trennt er die Schüler, dann holt er einen Lehrer zur Hilfe. Schließlich kommt auch die Polizei dazu. Es erfordert Mut, sich in einen Konflikt zu begeben. Was ihn motiviert hat, zu helfen, fragen wir Hossein. Er antwortet: „Es ist gut zu helfen. Auch meine Religion gebietet mir das. Das hat für mich einen hohen Wert.“
Wir möchten uns im Februar bei verschiedenen Schüler:innen bedanken: Das sind Esma, Nura, Gurjot und Mojda aus der S2, die gemeinsam die Veranstaltung „dialogP – Jugend und Politik im Dialog“ als Moderations- und Presseteam begleitet haben.
„dialogP – Jugend und Politik im Dialog“
Schüler*innen diskutieren live und auf Augenhöhe mit Politiker*innen verschiedener Parteien zu verschiedenen Themen an Thementischen. Das ermöglicht die Veranstaltung „dialogP“, die am 20.01.2023 an der SHH zu Gast war.
Esma wollte schon immer mal eine große Veranstaltung moderieren. Ihre Freundin Nura hat gerne mitgemacht. Ganz schön aufregend, eine Veranstaltung in der Aula zu moderieren, zu der Politiker fünf verschiedener Parteien eingeladen werden und zu spannenden Fragen mit Schüler*innen diskutieren. Deshalb galt es sich gut vorzubereiten. Dabei mussten die typische Struktur der „dialogP“-Veranstaltung berücksichtigt und abwechslungsreiche Moderationstexte verfasst werden. Dann war es auch schon so weit und dank der guten Moderation, war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Esma und Nura finden, es war herausfordernd, eine Veranstaltung mit zwei Klassen und 5 Politiker*innen zu moderieren. Sie mussten die Zeit im Blick behalten, für Ruhe sorgen und die Gruppe koordinieren, wenn es mal chaotisch wurde. Zum Glück wurde die Atmosphäre mit den Politiker*innen nach und nach immer lockerer. Insgesamt fühlen sie sich um eine Erfahrung bereichert. Es war es für sie eine tolle Chance, aus sich herauszukommen, gerade wenn man vielleicht eher zum ruhigeren Typ Mensch gehört.
Zu einer Veranstaltung, zu der besondere Gäste geladen werden, gehört natürlich auch ein Presseteam. Hier bei uns bei der „dialogP“-Veranstaltung an der Stadtteilschule Helmuth Hüberner ist die Rede von Gurjot und Modja aus dem Medienprofil-Kurs 1. Als Presse gilt es Vieles zu beachten, was vielleicht erst einmal gar nicht so offensichtlich ist: Datenschutz, passende Lichtverhältnisse für die Aufnahme von Fotos herstellen, qualitative Bilder und Texte und Filme erstellen. Und wenn für die anderen die Veranstaltung schon vorbei ist, fängt für das Presseteam die Arbeit erst an. Interessant an ihrem Job fanden sie besonders, dass sie mit den Politiker*innen Einzelinterviews führen durften und die Fragen stellen konnten, die sie besonders interessant fanden. Wichtig war für sie dabei insbesondere für eine objektive Berichterstattung zu sorgen, die alle Perspektiven berücksichtigen. Mit ihren Fotos und Texten und einer Video-Dokumentation haben Sie dazu beigetragen, eine Erinnerung an diesen Tag zu schaffen. Vielen Dank dafür!
Die internationale Vorbereitungsklasse 5/6 der SHH unternahm am 26.01.2023 zum Halbjahresende einen Ausflug in das Miniatur Wunderland der Speicherstadt. Die Schüler waren begeistert und zugleich beeindruckt von der Größe und der Detailliertheit der Modelleisenbahn. Für die allermeisten war es der erste Besuch, der dank der Aktion des Wunderlandes kostenfrei ermöglicht wurde.
am 2. Februar 2023 erreichte uns die Nachricht, dass Sally Perel im Alter von 97 Jahren gestorben ist.
Zwischen Sally und unserer Schule bestand eine besondere Verbindung; an die zehn Mal, zuletzt in einer Videokonferenz mit 700 Teilnehmer*innen, war Sally bei uns. Sally war uns freundschaftlich verbunden, so formulierte er es.
Er hat unseren Schüler*innen vom Holocaust erzählt, von seinem Leben, dass er nur in der Identität des Hitlerjungen Salomon überlebt hat. Er erzählte von seiner Familie, die Eltern wurden im Ghetto umgebracht. Immer fragten unsere Schüler*innen nach seiner jüngeren Schwester, die auf einem Marsch von einem KZ in ein anderes KZ erschossen wurde, weil sie müde war. Nur sein Bruder hat überlebt und Sally und er haben sich nach dem Krieg wieder getroffen.
Am Ende jeder Veranstaltung hat Sally unsere Schüler*innen regelmäßig eingeschworen, dass sie jetzt durch ihn als Zeitzeugen wissen, was der Holocaust war und ihr Wissen nun weitergeben sollen und niemanden glauben sollen, der etwas anderes erzähle. Und er bat sie mindestens 1 Mal in ihrem Leben nach Ausschwitz zu fahren. Sally bleibt in unseren Herzen.